Ca. 1 1/2 Tage habe ich benötigt, um 3 unterschiedliche Betriebssysteme zufriedenstellend auf meinem Host laufen zu bekommen.
Die Gastbetriebssysteme sind Windows 98 SE, Windows Vista Home Premium und Linux Mint.
Zunächst habe ich versucht das ganze über die Freeware “VirtualBox” zu realisieren. Die Performance während der LinuxMint-Installation ließ aber extrem zu wünschen übrig. Nach 2 Stunden waren 5% geschafft. Puhhh, so was nervt. Außerdem stellte sich heraus, dass “Virtual Box” Windows 98 nicht mehr unterstützt. Demzufolge blieb nur noch “VMWare” übrig, da “Microsoft Virtual PC” im Test am schlechtesten von diesen drei Programmen abgeschnitten hat. Gut, man kann jetzt den Kopf schütteln und sich fragen, warum jemand Windows 98 installieren will, aber habt ihr schon mal versucht all eure alten Games auf Windows XP zum Laufen zu bringen? Klappt vielleicht bei einigen, aber nicht bei allen.
Also schnell die Trial der VMWare Workstation heruntergeladen (der kostenlose VMWare-Server würds auch tun - er beinhaltet aber den VMWare-Player NICHT!!!) und begonnen Windows 98 zu installieren. Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei. Noch ein paar Updates und Standardprogramme (Virenscanner, Packprogramm, MediaPlayer, etc…) und schon war System Nr. 1 fertig.
Dann gings weiter mit Linux Mint, und siehe da, nach 30 Minuten war auch dieses System installiert. Zu Linux Mint erzähl ich demnächst ein wenig mehr.
Zum Schluss hab ich mich dann noch an Vista heran gewagt. Hierfür musste ich aber erstmal ein wenig mehr Arbeitsspeicher zuweisen - 512MB müssen aber langen.
Die Installation verlief ohne Probleme, wenn auch nicht so schnell wie bei den anderen beiden Betriebssystemen. Liegt wohl auch daran, dass Vista enorm viel auf die Festplatte installiert - schlank ist was anderes. Während der ersten Minuten habe ich dann allerdings gleich gemerkt, dass 512MB Arbeitsspeicher trotzdem etwas wenig sind - relativ gesehen. Stellt man das System nämlich für “optimale Leistung” ein, dann genügen auch die 512MB für angenehmes arbeiten - ok, die Optik ist dann die von Windows 2000, aber mit dem Klicki-Bunti-Style von Vista kann ich ohnehin nichts anfangen. Im Anschluss habe ich gleich den SP1 für Vista installiert. Das war dann ein Geduldsspiel - hat in der VMWare knappe 2 Stunden gedauert. Ein paar Programme hab ich auch noch installiert und nun ist meine Virtualisierungsaktion fertig.
Da die VMWare Workstation den kostenlosen VMWare-Player mitbringt, starte ich nun die virtuellen Maschinen einzeln vom Desktop aus.
Hat man ausreichend Arbeitsspeicher, kann man getrost auch mehrere Maschinen parallel starten.
Viele fertige VMs findet man auch im Internet. Diese sind oft für spezielle Zwecke konfiguriert, z.B. für das Surfen im Internet.
VMs bieten den großen Vorteil, Programme etc… testen zu können, ohne das eigene Betriebssystem zu zerstören oder zu verunreinigen.
Wer scih ein wenig mit seinem PC und Installationen auskennt, sollte ohne Probleme selbst Virtuelle Maschinen erstellen können, sei es nun um alte Spiele spielen zu können, um Anwendungen zu testen, um sicher zu surfen oder um ein neues Betriebssystem kennen zu lernen.
MFG
Stormanimal
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